Bevor Handwerker eine Wärmepumpe installieren, muss unter anderem geklärt werden, welche Wärmequelle und welcher Wärmeübertrager am sinnvollsten genutzt werden. ©Tomasz Zajda – stock.adobe.com
Bevor Handwerker eine Wärmepumpe installieren, muss unter anderem geklärt werden, welche Wärmequelle und welcher Wärmeübertrager am sinnvollsten genutzt werden.

Frei verfügbares Programm zur Vordimensionierung
Wärmepumpen besser vor Ort integrieren

07.03.2023 | Aktualisiert am: 15.11.2024

Welche Wärmequelle ist am sinnvollsten und welcher Wärmeübertrager am effizientesten? Bevor Handwerker eine Wärmepumpe einbauen, müssen diese Fragen geklärt sein. Das jetzt öffentlich zugängliche Programm WPSOURCE unterstützt Energieberaterinnen, Bauherren und Planende bei der Entscheidung.

„Das neue Programm verbindet die Gewerke Wärmepumpe, Technik und Geologie“, erklärt Projektleiterin Franziska Bockelmann vom Steinbeis-Innovationszentrum (siz) energieplus. Gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten hat sie das Tool im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Vorhaben „future:heatpump II“ weiterentwickelt. Dieses soll dazu beitragen, die Potenziale der Wärmepumpentechnologie möglichst effizient auszuschöpfen.

@siz energieplus
Niedertemperaturwärmequellen, welche im öffentlich zugänglichen Programm WPSOURCE 2.0 berücksichtigt werden.

Dazu berücksichtigt WPSOURCE bei seinen Auswertungen energetische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte und liefert baupraktische Hinweise. Sowohl erneuerbare als auch konventionelle Wärme- und Stromerzeuger werden bei den Analysen miteinbezogen. Diese werden zu sinnvollen Energiekonzepten mit geringen Primärenergieverbräuchen und CO2-Emissionen kombiniert.

Im Vorgängerprojekt hatten die Forschenden das Pre-Check-Tool zur Vorauslegung von Niedertemperaturwärmequellen und -wärmeübertragern für Wärmepumpen entwickelt. Bockelmann: „Dieses haben wir nun noch optimiert und um weitere Aspekte ergänzt.“ Dazu zählen:

  • Implementierung von weiteren Niedertemperatur-Wärmeübertragern, etwa in Verbindung mit Wärmespeichern
  • Berücksichtigung einer bivalenten Betriebsweise mit zwei Wärmeerzeugern, Beispiel: Eine Wärmepumpe deckt die Grundlast, ein Gaskessel die Spitzenlast.
  • Erweiterung des Anwendungsspektrums des Programms auf Systeme mit passiver und aktiver Gebäudekühlung für Bürogebäude
  • Einbindung von Photovoltaik zur Stromerzeugung und Solarthermie zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Interessierte können das Programm zur Vordimensionierung WPSOURCE jetzt kostenlos auf der Projektseite von „future:heatpump II“ beziehen. (bs)